• Anita

Mein Abstecher in den Garten- und Landschaftsbau

Den Juli erhielt ich im Familienbetrieb Form & Pflanze (spezialisiert auf Feng-Shui-Gartenbau) in Reichenhofen-Leutkirch die Möglichkeit, im Gartenbau mitzuarbeiten, mein Fengshui-Grundlagenwissen aufzufrischen und bei einem Feierabendbierchen die Schwäbische Mentalität kennen zu lernen.

© merdimens.ch 2021

Mein Standort für vier Wochen: ein alter Friedhof für Pesttote und Opfer des Dreissigjährigen Kriegs (aufgrund der Grösse wohl auch von der Stadt Leutkirch mitbenutzt). Bei der Abreise war eine intensive Reinigung von Luzius und meinen Auraschichten angesagt. Im Hintergrund die Kirche des St. Laurentius (um 1480 errichtet, Schutzpatron vieler Berufe, die mit Feuer arbeiten, bereits frühchrsitliche Verehrung) und davor die Gärtnerei, die einstige Dorfwirtschaft zum Engel - energetisch also ein sehr umtriebiger Platz!


Die einfachsten Gundsätze eines Feng Shui-Gartens

Der Garten soll für uns eine Kraftquelle sein, unser kleines Paradies mit privater Atmosphäre und Rückzugsräumen entsprechend unserem Lebenswunsch – wie ein erweiterter Wohnraum, wo man gerne verweilt und inspiriert wird. Unser Betrieb konnte an der noch bis Oktober 2021 laufenden Gartenschau in Lindau einen Feng-Shui-Mustergarten anlegen (Konzept und Gestaltung Sarah Müller-Koch).

Sponsoren KSV NAtursteinwelt, Berufsverband Feng Shui und Geomantie e.V.
Plan Schaugarten Gartenschau Lindau

Während Gärten in der westlichen Kultur meist die geometrische Form betonen (Ausnahme u.a. der britische Landschaftsgarten), wird der Garten in der chinesischen Kultur in weicher Linienführung mit sanften Schwingungen so angelegt, dass er durch den Besucher fortlaufend entdeckt werden kann – ein Erlebnisgarten. Durch das Anlegen unterschiedlichster Blickachsen sollen sich laufend neue Szenarien und Einblicke auftun. Es gilt, die guten Energien der Umgebung zu erkennen, zu aktivieren und optimal zu nutzen. Farben, Formen und Materialien der fünf Elemente werden bewusst bestimmt und angeordnet. In die Gestaltung mit einbezogen werden u.a.:

- Einfahrt und Gartentor

- Wegeführung

- Formsprache mit Tiger, Drache, Schildkröte und Phoenix

- Stein- und Wassersetzung

- Aufmerksamkeitspunkte und Licht

Die Umsetzung im Feld: Der Sitzplatz mit den Steinplatten in Gestalt des Schildkrötenpanzers. Unkraut jäten an der Schwanzspitze des Drachens macht Spass.

Damit ich nach dem Jäten (Yin) auch noch zu meinem Yang komme: immer alles in Harmonie halten!


Grosse Sorgfalt wurde im Schaugarten auf die Bepflanzung gelegt. So ist die Schildkröte, die Rückendeckung und zwecks Verhinderung des Energieabflusses, unter anderem bepflanzt mit Waldigem wie Pfaffenhütchen, welches den Zugang zur Spiritualität unterstützt, mit Farnen als Boten von Glück und geheimnisvoller Weisheit und Nachtkerzen, die Licht und Heiterkeit ins Unbewusste bringen. Der unter anderem aus Steinbrocken geformte schuppige Drachenrücken wird verstärkt durch drei Ginkgobäume, die für Langlebigkeit und Gesundheit stehen; Drachenweiden symbolisieren den Drachenkopf und die Pfingstrosen die Sanftmut Buddhas, die göttliche Weisheit, Fülle und Reichtum. Die orangen Rosen, Purpurglöckchen (im SW) und die zweifarbigen Funkien (im NW) unterstützen den Tigerbereich. Die Semperviva und Sukkulenten im freiliegenden Phönix bergen viel Energie, wehren einerseits ab, vermitteln aber auch, beruhigen und entspannen. Der zentrale Schlangenplatz, der Ming Tang, könnte verstärkt werden mit Königskerzen und der Wildrose, die das Herzchakra stärkt und für innere Motivation und Hingabe steht.

 

Mein Besuch der nahe gelegenen Stadt Leutkirch machte mich auf den Achtsamkeitskompass Allgäu aufmerksam, wie ich finde ein tolles Projekt, gefördert vom Tourismusverband Tannheimer Tal und der Gesellschaft für Standort und Tourismus Allgäu. Vielleicht eine Inspiration für eure Region!?


https://www.allgaeueralpen.com/2021/07/achtsamkeit-allgaeu-kompass/


P.S. Weil alljährlich im August um den Gedenktag des Heiligen Laurentius der Stern-schnuppenschwarm der Perseiden auftritt, wird diese Himmelserscheinung im Volksmund als Laurentiustränen bezeichnet. Guckt also in den folgenden Tagen den Sternenhimmel an! Besonders viele Sternschnuppen sind am 12. August oder in der Nacht auf den 13. August zu sehen. Eigentlich sind Sternschnuppen ein Meteorschauer, der entsteht, wenn die Erde mit einer Spur von Kometenkrümeln kollidiert. Mitte August kreuzt die Erde den Strom der Perseiden. Diese sind verglühende Meteoren oder genauer gesagt abgesplitterte Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Staubpartikel des Kometen, die er auf seiner Umlaufbahn verliert, sind von der Erde aus als Sternschnuppen sichtbar.


Wünsch Dir was!

Herzlich - Anita auf Reisen

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