• Anita

Eine lange Weile

Wie im Aussen, so im Innen. Die Zeit des Innehaltens war angesagt die vergangenen vier Monate. Eine lange Weile für einen Menschen mit Reiselust und Erlebnisdrang. Eine Zeit des äusseren «Stillstands» und der inneren Einkehr mit tiefen Seelenabenteuern und Entdeckungen. Für mich zuerst gewöhnungsbedürftig, da ausser Plan.


Aussen scheinbarer Stillstand, innen tiefste Seelenabenteuer und Entdeckungen. © mehrdimens.ch 2021
Luzius der Lichtbringer

Die Idee von Spanien und Frankreich nach Nordeuropa zu reisen wurde mit einem Telefonat von meinem alten «Zuhause» – meinem Ankerplatz – innerhalb Satzlänge nichtig und bedeutungslos. Mein altes, «zwischendeponiertes» Leben lies mich wieder antanzen, denn es gab anscheinend noch Unerledigtes, das prompt erledigt werden wollte.

So musste und durfte ich mir in den vergangenen Monaten die gewünschte Unabhängigkeit erarbeiten, die mir nun ein befreiteres Reisen nicht nur durch meine innere Seelenlandschaft, sondern auch im Aussen ermöglicht. Denn Reisen heisst nicht automatisch Freiheit. Die letzten vier Monate haben mich sehr viel Geduld und Disziplin gekostet. Das «Überschattenspringen» und Loslassen von ausgedienten Konditionierungen war nötig. Ein Innehalten für's «finetuning» war verlangt. Es seien hier nur kurz drei der grössten «Momente» erzählt, die es für mich abschliessend zu verarbeiten galt.


© mehrdimens.ch 2021
Ich helfe beim Umbau in einem denkmalgeschützten Haus am Thunersee

Endlich wieder mal eine richtige Baustelle (im Aussen)

Ich liebe Baustellen, Orte wo liebe- und respektvoll das Alte verabschiedet und neu interpretiert, gerettet und wiederbelebt, wo die Haus-geschichte mit moderater Sprache weitergeschrieben wird.




















Abschied genommen - Wenn sich Seelenwege trennen

Es ist nun auch das losgelassen, an dem ich noch so festgehangen habe. Ich habe mich von meinem kleinen, geliebten Kater Markus verabschiedet, den ich Zuhause gelassen hatte. Er war zwölf Jahre ein Licht an meiner Seite. Aber auch Tiere haben ihrem Seelenplan zu folgen.

Mein kleiner Freund - ich kannte ihn schon aus früherem Leben - geht nun wieder seinen eigenen Weg. Vielleicht treffen wir uns wieder irgendwann, irgendwo. © mehrdimens.ch 2021.
Die Gegenwärtigkeit macht Eins.

Ich bin unendlich dankbar, dass mich auf meiner halsbrecherischen, 1300km langen Heimfahrt quer durch Südeuropa viele höhere Mächte begleitet und geleitet haben: pausenlos ohne Müdigkeit durchgefahren, keine Grenzkontrollen, Luzius ist mit 120-130km/h durch Spanien und Frankreich geflogen und Markus hat auf mich gewartet, bevor er über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Sein Astralkörper hat sich vom physischen Körperchen getrennt und ist darüber verweilt, und als alles stimmig für ihn war, schwebte er in den frühen Morgenstunden durch die Dachluke von Luzius dem Sternenhimmel entgegen.

Das kleine Wesen hat mir durch seinen Tod eine wertvolle Art von Freiheit geschenkt. Ich bin mir diesem grossen Herzensgeschenk sehr bewusst und dankbar. Ich werde diese Freiheit bewusst nutzen und nicht vergeuden.



Projekt abgegeben - Ein Dorf sehen und lesen können

Ich habe mein Riesenprojekt abgeschlossen und die Resultate der Gemeinde, meiner Auftraggeberin, ausgehändigt. Nach sieben arbeitsintensiven Monaten – zwei davon im Feld – konnte ich fast 700 Seiten Daten übergeben. 250 Gebäude insgesamt wurden von mir bauarchäologisch untersucht und dokumentiert. In der Synthese werden schliesslich 500 Jahre Siedlungsgeschichte rekonstruiert – in dieser integralen Erfassungsform ein Pilotprojekt in der Schweiz. Für eine Einzelfirma war dies wahrhaft ein Grossprojekt.



Ich liebe gesamtheitliche Betrachtungen. Durch meine Motivation an der Sache und den Qualitätsanspruch – Bauforschung ist ja mein erster Beruf – fielen die Quellenforschungen vielleicht etwas zu detailliert aus. Aber nun ist die Arbeit zu meiner vollsten Zufriedenheit abgeschlossen. Die Publikation eines Aufsatzes erfolgt nächstes Frühjahr. Ich fühle mich sehr erleichtert. Die Belastung ist weg. Es ist nun mehr Zeit für Geomantie :)



Verwechslung aufgelöst - Ich bin nicht Bernadette

Vorgeschichte: Bernadette war 2011 in Frankreich dem Abbruch geweiht. Ich konnte sie damals günstig erwerben. Sechs Monate blieben Zeit, sie abzubauen. Es folgte die detaillierte Dokumentation des Fachwerkhauses, die Nummerierung jedes Bauteils, schliesslich der Rückbau, die Restauration des Holzwerks und der Wiederaufbau am neuen Standort in der Schweiz in der Nähe von Basel. Jeden Holznagel, jedes Brett kenne ich in ihr. Ich kenne ihr Wesen, welches die Translozierung mitgemacht hat, ihre Erlebnisse. Ich spüre ihre Dankbarkeit ebenso wie ihre anfänglichen Schwierigkeiten, am neuen Standort anzukommen. Es war einiges an energetischer und systemischer Arbeit nötig, für die ich auch externe professionelle Hilfe erhalten habe. Über diese vier Jahre Projektdauer bin ich unmerklich mit Bernadette verschmolzen. Bis vor wenigen Wochen noch war ich also mein Haus. Es galt, diesen Irrtum zu klären und aufzulösen. Hilfreich war mir das Durchführen der Haussegnung, die eigentlich schon lange überfällig war, aber anscheinend erst jetzt auch für mich die gebührende Bedeutung erreichte...





Foto © mehrdimens.ch 2020
Auf zu den Sternen. Kunstobjekt Philippe Cressier, Muttenz

Tagebuchauszug:

Das Ziel ist schlussendlich nur sekundär, der Weg birgt die Essenz. Alle kennen wird diesen Spruch. Aber wird er wirklich verstanden, stahlt er eine wunderbare Weisheit und endschleunigende Ruhe aus... Die lange Weile war nötig, hat mich «gegrounded» und einen grossen Schritt dem befreiten Reisen, dem Freisein nähergebracht – aussen scheinbarer Stillstand, innen die tiefsten Seelenabenteuer und Entdeckungen. Ich habe gelernt, dass das Erfahren durch Spüren und Wahrnehmen und schliesslich das Erkennen der Essenz viel tiefer gehen als das Erlangen von Erkenntnissen durch Anlesen oder Kursbesuche. Dennoch brauche ich (zumindest jetzt noch) angeeignetes Wissen. Es hilft mir, mich während des Erfahrungsprozesses/der Erfahrung bereits etwas orientieren zu können.


© mehrdimens.ch 2021.
Kleiner Luzius und grosse Eiche, nähe Uster.

Ich habe in den letzten Wochen erfahren, was Freiheit nicht ist: Die Abhängigkeit von Erwartungen. Erwartungen bringen Enttäu-schungen. Man lebt in der Zukunft, macht sich selber ein schlechtes Gewissen bei Nicht-erfüllung oder ist enttäuscht über das «Versagen» der Anderen. Meine wichtigsten Erkenntnisse, die ich auf meinen weiteren Lebensweg mitnehme:


- Befreiung von jeglicher Erwartungshaltung.


- Akzeptanz des momentanen Seinzustandes.


- Selbstliebe aktiv leben, denn mein Sein ist immer das Höchste, was ich überhaupt in dem Moment sein kann.


- Fokussierung auf meinen Kern, back to the basics, innen «klar Schiff» machen.





Neu fokussiert bin ich nun wieder - nach monatelangem «Kreiseziehen» in der Schweiz - on tour, und das Abenteuer geht weiter, auch im Aussen (z.Z. grad in Süddeutschland)! Start war am Wochenende des 19. Juni mit der Jahrestagung des Berufsverbands für Feng Shui und Geomantie in Konstanz.



Ich grüsse Euch herzlich - Anita auf Kurs :)


Ein herzlicher Dank geht an Walter Stauffer, www.geomantie-schweiz.ch, der das Clearen von Bernadette und das Entstören des Grundstücks durchgeführt hat!



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